Pressemitteilung 18.11.2025

„Keine Sonntagsreden mehr beim Thema Industriestraßen!“

CDU-Fraktion hält am Osthafen-Konzept fest und fordert Investitionen in die Infrastruktur

Die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Dr. Veronica Fabricius, bekräftigt ihre Unterstützung für das Osthafen-Konzept 2050+. „Die Betriebe brauchen langfristige Planungssicherheit. Wer in Maschinen, Anlagen oder moderne Logistik investiert, muss sich auf stabile Rahmenbedingungen verlassen können“, erklärt die Stadtverordnete und reagiert damit auf die gemeinsame Erklärung der Gemeinschaft Frankfurter Hafenanlieger, der IHK Frankfurt am Main, des Logistikverbandes Hessen und der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände.

Bild: iStock/nightman1965

Schon der 2013 gefasste Beschluss zur Sicherung des Hafengebietes habe die Grundlage für zahlreiche Investitionen geschaffen. Viele Unternehmen hätten damals bewusst im Vertrauen auf die politische Zusage zur Hafensicherung modernisiert, erweitert oder neu gebaut. „Jetzt muss die Stadt ihrer Verantwortung gerecht werden und die Infrastruktur wieder auf ein zeitgemäßes Niveau bringen“, so Fabricius. Ein zentrales Defizit sei die Sanierung der Industriestraßen im Osthafen. „Das Verfahren zur Franziusstraße ist ein Paradebeispiel für unnötige Verzögerungen“, kritisiert Fabricius. Die Bau- und Finanzierungsvorlage stammt bereits aus dem Jahr 2021 – zuvor hatten die Grünen das Projekt über Jahre blockiert, weil ein Radweg unbedingt auf die Fahrbahn einer hochbelasteten Gewerbestraße gelegt werden sollte. „Diese ideologisch getriebene Verzögerung in Verbindung mit deutlichen Mittelkürzungen im Haushalt hat das gesamte Sanierungsprogramm ausgebremst. Jetzt braucht es endlich die bauliche Umsetzung.“ Nach Abschluss der Franziusstraße müsse Verkehrsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne) ohne weitere Pausen mit den nächsten Straßen fortfahren – insbesondere Carl-Benz-Straße, Adam-Opel-Straße und Ernst-Heinkel-Straße. Nur so lasse sich der Funktionszusammenhang von Gleisen, Straßen und Binnenschifffahrt langfristig sichern, so Fabricius.

Der Osthafen sei dabei weit mehr als ein Logistikstandort. Neben Umschlag und Hafenwirtschaft gebe es vor Ort auch produzierendes Gewerbe, das hochwertige Arbeitsplätze in der Stadt sichere. „Frankfurt ist nicht nur Finanzplatz. Eine breite wirtschaftliche Basis ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, betont Fabricius. Der trimodale Hafen bleibe zudem ein zentraler Baustein nachhaltiger Logistik: „Ein Schiff ersetzt – je nach Ladegewicht – dutzende Lkw-Fahrten, ein Güterzug ebenfalls einen erheblichen Teil des Straßenverkehrs. Wer Klimaschutz ernst nimmt, muss den Osthafen stärken, nicht schwächen“, so Fabricius.

Wirtschaftspolitische Sprecherin

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