Pressemitteilung 09.06.2026
Verlässliche Grundlage für Mieter und Vermieter
CDU will Mietspiegel anerkennen, fordert aber eine Neuaufstellung bis 1. Juni 2028
Die CDU-Fraktion will den Mietspiegel 2026 anerkennen, zugleich aber die Voraussetzungen für einen rechtssicheren und breit akzeptierten Mietspiegel der Zukunft schaffen. Deshalb fordert die Union mit einem Änderungsantrag, den Mietspiegel 2028 nicht lediglich fortzuschreiben, sondern bis zum 1. Juni 2028 auf Grundlage einer vollständigen neuen Datenerhebung neu zu erstellen. „Mieter und Vermieter brauchen einen Mietspiegel, der rechtssicher ist und von einer möglichst breiten Basis getragen wird. Deshalb werden wir dem aktuellen Mietspiegel zustimmen, zugleich aber die geäußerte Kritik ernst nehmen und die Grundlage für eine erneute wissenschaftliche Erhebung schaffen. Der Mietspiegel 2026 soll nur maximal zwei Jahre gelten“, erklärt die CDU-Stadtverordnete Susanne Serke.
Der Mietspiegel 2026 sorgt für intensive Diskussionen. Sowohl Mieter- als auch Vermieterverbände haben Kritik an einzelnen methodischen Grundlagen und den Auswirkungen neuer gesetzlicher Vorgaben geäußert. „Vor diesem Hintergrund lehnen wir eine bloße Anpassung des Mietspiegels 2028 durch Indexfortschreibung ab. Stattdessen soll die Übergangszeit genutzt werden, um die Auswirkungen der Mietspiegelreform auf die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete sorgfältig zu überprüfen und gegebenenfalls neu zu justieren“, so Serke.
Die Einführung neuer methodischer Vorgaben durch den Bund habe die Berechnung des Mietspiegels verändert. „Gerade deshalb darf der Mietspiegel 2028 nicht lediglich nach zwei Jahren fortgeschrieben werden. Eine vollständige Neuerhebung stärkt Akzeptanz und Rechtssicherheit langfristig“, betont Serke. Ein qualifizierter Mietspiegel erreiche seine größte Akzeptanz, wenn er nicht nur wissenschaftlichen Standards genüge, sondern auch von den Interessenvertretern auf Mieter- und Vermieterseite mitgetragen werde. „Dieses Ziel wollen wir für 2028 erreichen“, so Serke.
