Pressemitteilung 22.06.2026

Notwendiges Signal für mehr Bildungsgerechtigkeit

CDU-Fraktion begrüßt neue Förderschule mit Schwerpunkt Geistige Entwicklung

Die CDU-Fraktion fordert, die Gründung und Eröffnung einer neuen Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung (GE) in Frankfurt mit höchster Priorität voranzutreiben. Sie begrüßt, dass die Maßnahme nun im Rahmen der Integrierten Schulentwicklungsplanung vorgesehen ist. Auch die vom Magistrat angekündigte Übergangslösung mit einer Außenstelle und fünf Lerngruppen in Fechenheim bewertet die Union als wichtigen Schritt, um die akute Platznot kurzfristig zu entschärfen. „Die neue Förderschule ist eine gute Nachricht für viele Familien in Frankfurt. Sie ist zugleich ein längst notwendiger Schritt, denn die steigenden Bedarfe sind lange bekannt“, erklärt die Stadtverordnete Sara Steinhardt.

Die Schülerzahlen an den bestehenden GE-Förderschulen, insbesondere an der Panorama- und der Mosaikschule, steigen seit Jahren kontinuierlich. Bereits zum Schuljahr 2024 konnten rund 90 Schulanfänger nicht in der von ihnen gewünschten Schulform beschult werden. „Frankfurt braucht mehr Förderschulplätze: Eltern müssen die Möglichkeit haben, für ihr Kind das passende Bildungsangebot zu wählen, dazu gehört die inklusive Beschulung genauso wie die Beschulung an einer eigenständigen Förderschule“, so Steinhardt. Die nun geplante Gründung einer weiteren GE-Förderschule trägt dieser Entwicklung Rechnung. „Es geht nicht um ein Entweder-oder zwischen Inklusion und Förderschule. Eltern und Kinder brauchen passgenaue Angebote. Dazu gehören auch ausreichend Plätze an Förderschulen für die Schüler, die dort die bestmögliche Förderung erhalten und eine auf sie zugeschnittene Infrastruktur vorfinden“, betont Steinhardt. Kritisch sieht die CDU, dass der Platzmangel in den vergangenen Jahren vielfach durch provisorische Lösungen aufgefangen wurde. Die inzwischen eingerichteten 15 Außenklassen an Grundschulen seien Ausdruck des hohen Handlungsdrucks gewesen, könnten aber eine eigenständige und bedarfsgerechte Beschulung dauerhaft nicht ersetzen. „Diese Übergangslösungen haben vielen geholfen, dürfen aber kein Dauerzustand bleiben, da in den Außenklassen in der Regel adäquate Förderangebote und notwendige Infrastruktur mit ausreichend Rückzugsräumen fehlen“, so Steinhardt. Positiv bewertet die CDU die Einrichtung der Außenstelle in Fechenheim, die bis zur Eröffnung der neuen Schule zusätzliche Kapazitäten schaffen soll. „Entscheidend ist jetzt die konsequente und zügige Umsetzung. Viele Familien warten seit Jahren auf eine nachhaltige Lösung. Aus der Planung muss schnell Realität werden“, betont Steinhardt.

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