Pressemitteilung 02.06.2026

Antisemitismus in Frankfurt entschieden entgegentreten

CDU-Fraktion sieht Handlungsbedarf nach neuen RIAS-Zahlen

Die aktuellen Zahlen der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen) für das Jahr 2025 zeigen deutlich: Antisemitische Vorfälle in Frankfurt nehmen weiter zu. Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Römer, Dr. Nils Kößler: „445 dokumentierte Fälle von Beleidigungen, Bedrohungen und Angriffen machen deutlich: Frankfurt hat ein ernstes Antisemitismus-Problem. Die CDU steht klar und unverrückbar an der Seite der Jüdischen Gemeinde und des jüdischen Lebens in Frankfurt. Antisemitismus darf in unserer Stadt keinen Platz haben.“

Besonders besorgniserregend sei, dass antisemitische Einstellungen längst nicht mehr nur an den politischen Rändern vorkämen. Gerade israelbezogener Antisemitismus trete zunehmend offen auf. Kößler verweist darauf, dass von der Stadt Frankfurt in den vergangenen Jahren bereits wichtige Maßnahmen umgesetzt wurden – darunter der Aktionsplan „Frankfurt gegen Rassismus“, die Unterstützung von Meldestrukturen wie RIAS sowie Bildungs- und Präventionsangebote an Schulen. „Darauf dürfen wir uns nicht ausruhen. Frankfurt braucht weiterhin eine konsequente Strategie gegen jede Form von Antisemitismus. Unsere ‚Hausaufgaben‘ sind hier keineswegs alle gemacht“, so Kößler, der daran erinnert, dass der schon 2020 mit dem Aktionsplan von den Stadtverordneten beschlossene „Fachbeirat Antirassismus“ vom Magistrat immer noch nicht auf den Weg gebracht wurde. „Dieser sollte ämterübergreifend arbeiten und eine Vernetzung mit gesellschaftlichen Initiativen herstellen“, so der Fraktionsvorsitzende.

Die CDU-Fraktion fordert außerdem, Bildungs- und Präventionsarbeit weiterzuentwickeln, junge Menschen frühzeitig für antisemitische und extremistische Ideologien zu sensibilisieren sowie bewährte Projekte und Einrichtungen zuverlässig zu unterstützen. Zudem müssten Beratungs- und Meldestrukturen gestärkt, jüdische Einrichtungen wirksam geschützt und antisemitische Straftaten – online wie offline – konsequent verfolgt werden. „Jüdisches Leben gehört zu Frankfurt. Wer Jüdinnen und Juden bedroht oder einschüchtert, greift unsere freiheitliche, tolerante Stadtgesellschaft an“, so Kößler.

Fraktionsvorsitzender

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