Das im Februar für einkommensschwache Haushalte gestartete, millionenschwere städtische Förderprogramm „Frankfurt spart Strom“ fällt deutlich hinter die Erwartungen zurück. Wie jüngste Zahlen belegen, wurden von den veranschlagten 4 Millionen Euro aus dem städtischen Energiehilfefonds für 2026 bislang lediglich rund 473.000 Euro für den Austausch von veralteten Haushaltsgroßgeräten in Anspruch genommen. Das entspricht einer Quote von 12 Prozent. Die Stadtverordnete Sabine Fischer fordert deshalb eine grundlegende Überarbeitung und eine deutliche Anpassung des Budgets an den realen Bedarf der Menschen in Frankfurt: „Die Intention, Familien mit wenig Einkommen beim Energiesparen gezielt zu entlasten, ist und bleibt richtig. Die Umsetzung zeigt jedoch, dass hier nicht mit realem Blick für die Praxis geplant wurde.“
Als Hauptgründe für den schleppenden Abruf sieht die CDU-Sozialexpertin vor allem bürokratische Hürden und mangelnde Flexibilität des Angebots: „Viele potenziell Berechtigte scheitern an den starren Vorgaben für den Nachweis der Altgeräte, werden durch die aufwendige Organisation der Vor-Ort-Termine abgeschreckt oder interessieren sich gar nicht für das Angebot. Wir müssen die Hilfe dort ankommen lassen, wo sie tatsächlich gebraucht wird – und zwar unbürokratisch und bedarfsorientiert“, so Fischer. „Wenn 4 Millionen Euro für den Austausch von Großgeräten eindeutig zu viel sind, darf die Stadt das Geld nicht weiter blockieren. Wir schlagen vor, die ungenutzten Mittel in flexiblere Hilfen umzuschichten – beispielsweise für die Unterstützung bei gestiegenen Nebenkosten oder gezielte Energieberatungen vor Ort. Ab 2027 jedenfalls müssen die Fördermittel an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.“