Die CDU-Fraktion will neuen Schwung in die Zukunft des Frankfurter Fernsehturms („Ginnheimer Spargel“) bringen. Ein entsprechender Antrag fordert den Magistrat auf, gemeinsam mit der Eigentümergesellschaft DFMG Holding GmbH ein Nutzungskonzept zu entwickeln und die Kosten für Sanierung und Betrieb zu ermitteln. Der Fraktionsvorsitzende Dr. Nils Kößler erklärt: „Der Fernsehturm ist ein Stück Frankfurt-Gefühl. Viele erinnern sich an die Aussicht, Gastronomie und Partys im Turm. Wir wünschen uns, dass daraus wieder ein zugänglicher Ort wird, der junge Menschen genauso begeistert wie Familien und langjährige Frankfurter.“
Der Turm gehört neben Dom und Hochhäusern zur unverwechselbaren Skyline der Stadt. Dennoch steht er seit Jahren leer. Andere Städte haben gezeigt, wie Funktürme erfolgreich als öffentliche Orte mit Aussicht, Gastronomie und Veranstaltungen genutzt werden können. Kritisch sieht die CDU-Fraktion, dass Ende 2025 rund 25 Millionen Euro Bundesförderung für die Sanierung verfallen sind, weil kein abgestimmtes Nutzungs- und Finanzierungskonzept vorlag. Die Modernisierung soll insgesamt etwa 50 Millionen Euro kosten. „Der Magistrat beschreibt das Ziel zwar, liefert aber keinen konkreten Fahrplan. Genau den brauchen wir jetzt“, so Kößler. „Ohne Nutzungskonzept gibt es keine Investitionen – und ohne Investitionen keine Zukunft für den Turm.“ Die CDU will deshalb für den Neustart des Projekts zuerst ein tragfähiges Konzept, dann müssen Finanzierung und Umsetzung kommen. Ziel ist eine attraktive, wirtschaftliche Nutzung des Turms als öffentlich zugänglicher Erlebnis- und Begegnungsort. „Der Ginnheimer Spargel hat das Potenzial, wieder ein Highlight für Frankfurt zu werden“, so Kößler.