Pressemitteilung 28.01.2026
„Fünf Jahre Stillstand bei Park-and-Ride“
CDU-Fraktion fordert endlich konkretes Handeln
Frankfurt ist Pendlerstadt – doch beim Park-and-Ride ist in den vergangenen fünf Jahren kaum etwas passiert. Trotz vorhandener Konzepte hat die Stillstands-Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt das Thema weitgehend ausgesessen. „Während Pendler täglich im Stau stehen, wurde Park-and-Ride politisch verschleppt und verschlafen“, kritisiert Frank Nagel, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.
Park-and-Ride kann schnell wirken, wenn ausreichend Stellplätze am Stadtrand vorhanden sind und die Weiterfahrt mit Bus und Bahn zuverlässig funktioniert. „Genau hier hat die Koalition versagt: Es fehlt bis heute an Verbindlichkeit, Prioritäten und sichtbaren Ergebnissen“, so Nagel. Die CDU-Fraktion hat deshalb einen Antrag zur Entscheidung vorgelegt, dessen Ziel es ist, aus allgemeinen Absichtserklärungen endlich konkrete Maßnahmen zu entwickeln. „Kernforderung ist ein verbindlicher Umsetzungsfahrplan mit klaren Prioritäten, Zuständigkeiten, Finanzierungsschritten und Zeitplänen“, erläutert Nagel
Kurzfristig fordert die CDU-Fraktion ein Sofortprogramm, um bestehende Park-and-Ride-Anlagen wirksam zu machen. „Dauer- und Fremdparken müssen konsequent unterbunden, Kontrollen verstärkt werden. Parallel dazu sollen Kooperationen mit privaten Parkflächen – etwa Parkhäusern, Einzelhandels- oder Bürostandorten – standardisiert und deutlich schneller ausgeweitet werden, um kurzfristig zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Einzelne punktuelle Projekte reichen nicht aus, wenn der Handlungsdruck seit Jahren bekannt ist. Auch temporäre Park-and-Ride-Flächen müssen genutzt werden, solange große Neubauten noch nicht realisiert sind“, so Nagel. Darüber hinaus verlangt die CDU-Fraktion verbindliche Qualitätsstandards für Sicherheit, Beleuchtung, Barrierefreiheit und gute Verknüpfungen mit Bus, Bahn und Fahrrad. „Ein jährliches Monitoring soll Transparenz über Auslastung und Wirkung schaffen.“ Besonderes Augenmerk legt Nagel auf Gateway Gardens. „Der Standort ist strategisch ideal, wird aber bislang verkehrlich nicht zu Ende gedacht.“ Deshalb fordert die CDU-Fraktion von Verkehrsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne) ein leistungsfähiges Gesamtkonzept: „Das beinhaltet die Prüfung zusätzlicher oder alternativer ÖPNV-Anbindungen und ausdrücklich auch innovative Lösungen“, so der Stadtverordnete. Zur Entlastung der hochbelasteten S-Bahn-Achse zwischen Terminal 3, Gateway Gardens und Stadion sollte geprüft werden, ob eine leistungsfähige Seilbahnverbindung bis zur Straßenbahnhaltestelle „Stadion“ realisierbar ist.
„Nach fünf verlorenen Jahren braucht Frankfurt beim Park-and-Ride endlich Umsetzung statt weiterer Verzögerungen. Wer Verkehr und Stadtteile entlasten will, muss handeln – nicht aussitzen“, so Nagel.
