Pressemitteilung 22.01.2026
„Ganztagskonzept für Grundschulen darf kein Papierversprechen bleiben!“
Nach jahrelanger Verzögerung muss der Magistrat liefern
Zu dem vom Magistrat im Eilverfahren vorgelegten Gesamtkonzept zur Umsetzung des Rechtsanspruches auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter erklärt die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Sara Steinhardt: „Es ist gut, dass jetzt endlich ein Ganztagskonzept vorliegt. Der Ausbau der Nachmittagsbetreuung an Frankfurts Grundschulen ist für viele Familien von zentraler Bedeutung und seit Jahren dringend erforderlich. Da das Gesamtkonzept Ganztag bereits 2017 auf den Weg gebracht und die Pilotphase 2023 abgeschlossen wurde, ist dieser Schritt jedoch überfällig – viel später hätte man das Papier nicht vorlegen können.“
Steinhardt erwartet vom Magistrat, dass auch tatsächlich und rechtzeitig die Weichen für mehr Betreuungsplätze gestellt werden. „Der Rechtsanspruch tritt zum Schuljahr 2026/27 in Kraft, viele Grundschulen sind darauf bislang nur eingeschränkt vorbereitet. Entscheidend ist daher nicht das Papier, sondern die konkrete Umsetzbarkeit vor Ort“, so Steinhardt. Aus Sicht der CDU müsse sich Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) deshalb vor allem auf die Schaffung der notwendigen Infrastruktur konzentrieren. „Für einen funktionierenden Ganztag braucht es ausreichend multifunktionale Räumlichkeiten, größere Mensen für den Mittagstisch sowie geeignete Sport- und Bewegungsräume. Dafür müssen Kosten realistisch kalkuliert und die notwendigen Mittel bereitgestellt werden“, so die CDU-Politikerin. Zugleich sei eine aktive Unterstützung der Schulen und Träger bei der Fachkräftegewinnung unerlässlich.
Steinhardt fordert im Hinblick auf den Start des Ganztags eine eindeutige und rechtzeitige Information für Schulleitungen und Eltern darüber, wann die noch notwendigen Baumaßnahmen erfolgen und wie viele Betreuungsplätze für welche Jahrgänge zur Verfügung stehen. „Nur so ist eine verlässliche Planung möglich. Eltern müssen zudem ein Betreuungsangebot erhalten, das zugleich die nötige Flexibilität bietet, damit Kinder weiterhin Vereinsangebote wahrnehmen oder Hobbys pflegen können. Entsprechende Wahlmöglichkeiten zwischen verbindlichen und freiwilligen Angeboten sind dafür notwendig“, so die Stadtverordnete. Klar sei auch, dass das Hortangebot weiter ausgebaut und eng mit dem schulischen Ganztag verzahnt werden müsse, um ausreichend Betreuungsplätze zu schaffen und Eltern echte Wahlfreiheit zu ermöglichen.
„Der Magistrat sollte sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren und die baulichen und organisatorischen Rahmenbedingungen schaffen. Pädagogische Konzepte gehören in die Verantwortung der Schulen vor Ort – dort weiß man am besten, was gebraucht wird“, so Steinhardt.
