Pressemitteilung 15.01.2026

„Die Schulbauoffensive kommt nicht ins Machen!“

Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Sara Steinhardt, zeigt sich verärgert über die seit Jahren andauernde Hängepartie bei der Sanierung und Erweiterung der Ziehenschule in Frankfurt. „Die Ziehenschule ist eines der größten Gymnasien der Stadt mit einem enormen Einzugsgebiet. Trotzdem wird die Schulgemeinde seit Jahren hingehalten – das ist nicht akzeptabel, aber Sinnbild für den Frankfurter Schulbau“, erklärt Steinhardt.

Bild: Ziehenschule / ©Ziehenschule

Bereits 2018 wurde eine Bauphase 0 durchgeführt, 2022 gab es einen Architektenwettbewerb mit einem Sieger. Die Ziehenschule ist Teil der von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) vollmundig angekündigten Schulbauoffensive und steht auf der Prioritätenliste 1 – für die Umsetzung im Jahr 2024. Dennoch ist bis heute immer noch nichts passiert. „Ankündigungen ersetzen das Machen nicht. Ohne Auslagerung keine Sanierung – und genau hier wird im Magistrat blockiert. Sowohl für die Schulgemeinde als auch für die städtischen Ämter ist die Situation zunehmend frustrierend, da das Bildungsdezernat nicht die notwendigen Entscheidungen trifft“, kritisiert Steinhardt. Die CDU-Fraktion hat deshalb den Antrag „Ziehenschule endlich sanieren und erweitern“ in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Darin fordert sie unter anderem, umgehend geeignete Auslagerungsflächen auszuweisen, den Verbleib am Standort unter Einbeziehung angrenzender Flächen prioritär zu prüfen und alternative Optionen – etwa kirchliche Gebäude mit Platz für Klassenräume – ernsthaft zu bewerten. Zudem verlangt die CDU-Fraktion einen verbindlichen Zeit- und Ablaufplan sowie eine transparente und kontinuierliche Information an die Ziehenschule und die Stadtverordneten. „Es kann nicht sein, dass Zusagen an die Schulgemeinde nicht eingehalten, Prüfungen verschleppt und mögliche Lösungen gar nicht erst verfolgt werden“, so Steinhardt. Besonders unglaubwürdig sei es, wenn auf der Website der Schulbauoffensive ein Abschluss des Projekts bis 2031 beworben werde, während grundlegende Richtungsentscheidungen noch immer fehlen.

„Die Geduld der Schülerinnen und Schüler, der Eltern, Lehrkräfte und Schulleitung ist erschöpft. Die Ziehenschule braucht jetzt Klarheit, Tempo und Verlässlichkeit – alles andere schadet dem Vertrauen in die städtische Bildungspolitik“, betont Steinhardt.

Bildungspolitische Sprecherin

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