Pressemitteilung 19.02.2026

„Zehn Schulsanierungen pro Jahr – statt geschönter Bilanz“

CDU-Fraktion fordert verbindliches Sanierungsprogramm

Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Sara Steinhardt, fordert ein verbindliches Programm von mindestens zehn Schulsanierungen pro Jahr und begründet dies mit dem desaströsen Schulbaumanagement von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). Eltern, Schüler und Lehrkräfte verlören das Vertrauen, weil Sanierungen und Neubauten sich verzögerten, Schulen überfüllt blieben und Containerlösungen zum Dauerzustand würden. „Frankfurt wächst, aber das Schulbaumanagement kommt nicht hinterher. Zehn Sanierungen pro Jahr abzuschließen sind in einer steuerstarken Stadt wie Frankfurt kein Luxus, sondern überfällig“, so Steinhardt. Dafür müssten Ressourcen auf besonders dringende Maßnahmen konzentriert, Projekte priorisiert, Entscheidungswege verkürzt und Zuständigkeiten zwischen Stadt, ABG Frankfurt Holding und Schulbaugesellschaft klar geregelt werden.

Steinhardt weist auch das Lob des SPD-Vorsitzenden Kolja Müller für angeblich 14 entstandene Schulen unter Webers Verantwortung zurück. „Die SPD versucht, das Scheitern ihrer Bildungsdezernentin schönzureden. Seit 2016 wurden zwar einige Schulen neu gegründet —  die dazugehörigen Gebäude fehlen jedoch nach wie vor und die meisten neuen Schulgemeinden werden in Provisorien unter widrigsten Bedingungen unterrichtet.“ Als Beispiele nennt sie das Adorno-Gymnasium, das sein 10-jähriges Jubiläum im Interim feierte oder die IGS Süd, deren Schulgemeinde aufgrund der Einsturzgefahr des maroden Gebäudes in Sachsenhausen in ein weiteres Provisorium teilausgelagert wurde. Die IGS 15 darbt seit 8 Jahren in einer abgängigen Containeranlage in der Palleskestraße. Auch KGS Niederrad, Gymnasium Süd und Gymnasium Römerhof warten noch auf ihre Neubauten am finalen Standort. Zudem platzen zahlreiche Grundschulen im ganzen Stadtgebiet aus allen Nähten und mussten zusätzliche Züge aufnehmen, weil der Bau neuer Grundschulen zu langsam voranging. „Müllers Darstellung beschreibt Stückwerk oder ist Realitätsverweigerung.“

Wie gravierend die Folgen sind, zeige sich besonders deutlich am Beispiel der massiv sanierungsbedürftigen Paul-Ehrlich-Schule: „Trotz Priorisierung bei der sogenannten der Schulbauoffensive 2025 ist bislang kaum etwas passiert. Dabei ist die Paul-Ehrlich-Schule als Partnerin des Industrieparks Höchst ein zentraler Standort der technischen Berufsbildung und der Fachkräftesicherung in der Region.“ Gleichzeitig blieben weitere dringende Projekte liegen: das Teves-Areal im Gallus mit einer neuen Grundschule, der geplante Schulcampus auf dem ehemaligen FIAT-Gelände in Griesheim, das FLINT-Areal in Rödelheim für den Berufsbildungscampus sowie seit Jahren angemietete, teure und bislang ungenutzte Standorte wie das Bürohaus Ben-Gurion-Ring 158–164. „Das kostet die Stadt Millionen, ohne einen einzigen Schulplatz zu schaffen.“ Für Steinhardt ist klar: „Frankfurts Schulen brauchen Tempo, Prioritäten und Führung statt Ausreden und Dauerprovisorien. Das Schulbaumanagement ist zum Bremsklotz der Stadtentwicklung geworden.“ 

Bildungspolitische Sprecherin

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