Pressemitteilung 26.02.2026
„Kulturgelder fair verteilen“
CDU-Fraktion fordert Gleichbehandlung für das Papageno-Musiktheater
Hat die Kulturdezernentin einen Geldspeicher, von dem wir Stadtverordnete nichts wissen?“, fragt der CDU-Fraktionsvorsitzende Nils Kößler mit Blick auf die aktuelle Förderpraxis im Kulturdezernat. „Für manche Projekte werden kurzfristig sechsstellige Beträge möglich gemacht – aber ein beliebtes Kinder- und Musiktheater mit akut sanierungsbedürftigem Dach wird hingehalten. Das ist kein fairer Umgang mit unseren Kultureinrichtungen.“
Das Papageno Musiktheater ist seit Jahrzehnten eine feste Größe der Frankfurter Kulturlandschaft und leistet herausragende Kinder- und Jugendarbeit. Wegen eines maroden Dachs drohen Wasserschäden und im schlimmsten Fall die Einstellung des Spielbetriebs. Ein von der CDU angestoßenes Darlehen wurde 2025 in Aussicht gestellt, aber bis heute nicht umgesetzt. Ein weiterer Vorstoß für eine Sonderzahlung im Januar wurde mit Verweis auf fehlende Deckungsmittel im Kulturdezernat vom Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff (Grüne) abgelehnt; die Entscheidung ist nun auf die Haushaltsberatungen vertagt.
Gleichzeitig zeigt sich: Für den Ausgleich des wegfallenden Bundeszuschusses beim Künstlerhaus Mousonturm stehen bei Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) „ganz locker“ rund 800.000 Euro aus Dezernatsmitteln bereit, so Kößler. Zusätzlich sollen für die Maschinerie der Oper kurzerhand 863.000 Euro mobilisiert werden. Kößler: „Alle diese Projekte haben ihre Berechtigung – aber warum wird beim Papageno mit zweierlei Maß gemessen? Wenn die Kulturdezernentin sogar bereit ist, für den Standort des Club Voltaire eine millionenschwere Immobilie zu erwerben, sollte Sie für den Erhalt dieses Theaters erst recht alle Hebel in Bewegung setzen.“
Die CDU-Fraktion habe deshalb für den heutigen Kulturausschuss beantragt, dem Förderverein Papageno Musiktheater e. V. im Jahr 2026 einen einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 260.000 Euro bereitzustellen und die Mittel unverzüglich freizugeben. Kößler: „Es geht um eine überschaubare Summe für eine populäre Kultureinrichtung, die vor allem Kinder und Familien erreicht. Kulturförderung muss transparent, nachvollziehbar und gerecht sein. Wer kulturelle Vielfalt ernst meint, darf kleinere Häuser nicht im Regen stehen lassen.“
