Pressemitteilung 12.05.2026

„Fußverkehr endlich ernst nehmen“

CDU-Fraktion fordert sichere Gehwege, konsequente Kontrollen und endlich mehr Personal

Die CDU-Fraktion im Römer fordert eine stärkere Ausrichtung der Frankfurter Verkehrspolitik zugunsten der Fußgänger. Anlass ist der verspätete Start der zweiten Phase der Fußverkehrsstrategie durch Verkehrsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne) – aus Sicht der CDU ein Thema, das jahrelang vernachlässigt wurde und Fahrt aufnehmen muss. „Fußverkehr ist die Grundlage jeder Mobilität in Frankfurt – trotzdem wurde dieses Thema über Jahre stiefmütterlich behandelt. Während für den Radverkehr inzwischen ganze Behördenstrukturen mit insgesamt 16 Beschäftigten arbeiten, kümmert sich im Amt für Straßenbau und Erschließung gerade einmal eine einzige Person um den Fußverkehr. Das zeigt die falsche Prioritätensetzung der vergangenen Jahre“, erklärt der CDU-Stadtverordnete Frank Nagel.

„Auch die bis Ende 2026 geplanten Stadtteilspaziergänge in den ‚Modellquartieren‘ Bonames, Niederrad und Rödelheim-Ost deuten auf ein eher geruhsames Tempo hin“, so Nagel weiter. Der CDU-Fraktion geht das zu langsam. Sie fordert als erstes eine eigenständige und personell angemessen ausgestattete Stabsstelle für den Fußgängerverkehr. Ziel müsse sein, Sicherheit, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität in Frankfurt spürbar zu verbessern. „Und das nicht erst in ferner Zukunft“, unterstreicht Nagel. Dazu gehören für ihn sichere Querungen an Hauptverkehrsstraßen, freie und begehbare Gehwege auch während Baustellen sowie ein konsequentes Vorgehen gegen regelwidriges Fahren und Abstellen von Fahrrädern, E-Scootern und Lastenrädern auf Gehwegen und in Fußgängerzonen. „Wer Verkehrspolitik für alle Menschen machen will, darf Fußgänger nicht länger als Randgruppe behandeln. Kinder, Senioren sowie Menschen mit Einschränkungen brauchen sichere Wege statt Slalomkurse zwischen Baustellen, abgestellten E-Scootern und rücksichtslos fahrenden Rädern“, so Nagel.

Der CDU-Verkehrsexperte betont, dass eine moderne Verkehrspolitik nicht einseitig sein dürfe: „Der öffentliche Raum muss für alle Verkehrsteilnehmer verlässlich und sicher nutzbar bleiben.“ Dazu gehöre auch die konsequente Kontrolle bestehender Regeln durch Ordnungsamt und Stadtpolizei – gerade an stark frequentierten Orten und zu den Abendstunden sowie am Wochenende. Nagel: „Eine lebenswerte Stadt erkennt man daran, ob sich Menschen jeden Alters sicher und selbstverständlich zu Fuß durch ihren Alltag bewegen können.“

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